Informationen für Patienten mit weißem Hautkrebs - Mehr Sicherheit bei der Therapieentscheidung
Weißer Hautkrebs
Hautkrebs ist weltweit eine der häufigsten Krebsarten.1 Weißer Hautkrebs (NMSC) umfasst das Basalzellkarzinom (Basaliom, BCC) und das Plattenepithelkarzinom (Spinaliom, SCC). Bei frühzeitiger Erkennung bestehen häufig gute Behandlungsmöglichkeiten.
Erfahren Sie mehr über weißen Hautkrebs in unserem Bereich Ihre Gesundheit.
Mehr Sicherheit bei der Therapieentscheidung
Eine Diagnose von weißem Hautkrebs wirft häufig Fragen auf – nicht nur zur Entfernung des Tumors, sondern auch zu möglichen Schmerzen, zur Heilungsdauer und zum späteren Erscheinungsbild der Haut. Viele traditionelle Behandlungen beinhalten das Schneiden der Haut, was Nähte erfordern und sichtbare Narben hinterlassen kann. Bei Krebserkrankungen in stark sichtbaren Bereichen wie Gesicht, Nase, Ohren oder Kopfhaut sind kosmetische Ergebnisse oft ein wichtiger Teil des Entscheidungsprozesses.
Nicht-invasive Behandlungen können Tumoren gezielt behandeln und dabei möglichst viel gesundes Gewebe schonen. Dadurch können Beschwerden während und nach der Behandlung reduziert, die Heilung unterstützt und ein möglichst natürliches Hautbild erhalten werden.2
Jeder Mensch und jeder Hautkrebs ist anders. Ihr Arzt ist die beste Person, um Ihnen die verfügbaren Behandlungsoptionen zu erklären – einschließlich der möglichen Vorteile und Risiken –, damit Sie eine Entscheidung treffen können, die sowohl Ihren medizinischen Bedürfnissen als auch Ihren persönlichen Präferenzen entspricht.
Wahl der Therapie
Es gibt keine einzelne beste Therapieoption zur Behandlung von NMSC. Besprechen Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt alle für Sie infrage kommenden Behandlungsoptionen mit Ihrem Arzt zu besprechen, damit Sie gemeinsam eine fundierte Entscheidung treffen können.
Bei der Wahl einer Therapie werden Sie und Ihr Arzt wahrscheinlich die folgenden Faktoren berücksichtigen:
- Art des Tumors
- Lage der Läsion
- Tumorgröße
- Infiltrationstiefe und/oder Dicke
- Mögliche Metastasierung
- Allgemeiner Gesundheitszustand, Grunderkrankungen und Alter
- Persönliche Lebenssituation und zeitlicher Aufwand
Chirurgische Therapien
Chirurgische Therapien werden häufig eingesetzt, um NMSC durch Entfernung des Tumors samt eines Sicherheitsrands aus umliegendem Gewebe zu behandeln. Die spezifische Technik und der Umfang des Eingriffs hängen von Faktoren wie Art, Größe, Lage und Tiefe des Krebses ab.
Pharmakologische Therapien
Medikamentöse Behandlungen können als Creme oder Gel direkt auf den Tumor aufgetragen oder als systemische Therapie im gesamten Körper wirken.
Nicht-invasive Therapien
Diese Therapien basieren auf unterschiedlichen Behandlungsverfahren, darunter die Strahlentherapie und die photodynamische Therapie. Sie erfordern keinen direkten Kontakt mit dem Tumorgewebe, wie etwa bei Rhenium-SCT.
Was ist Rhenium-SCT?
Rhenium-SCT® ist eine Behandlungsoption für weißen Hautkrebs (NMSC). Die Therapie nutzt das Radioisotop Rhenium-188, um Betastrahlung gezielt im Behandlungsbereich abzugeben.3 Die Behandlung erfolgt in einer spezialisierten medizinischen Einrichtung und ist darauf ausgelegt, geeignete Tumore der oberen Hautschichten zu behandeln. Dabei wird die Strahlungsdosis gezielt im Behandlungsbereich abgegeben, während die Strahlenexposition des angrenzenden gesunden Gewebes begrenzt bleibt.2
Rhenium-SCT kann für Patienten in Betracht gezogen werden, bei denen ein chirurgischer Eingriff nicht geeignet ist oder deren anatomische Lage eine konventionelle Behandlung erschwert.
Klinische Studien zeigten gute kosmetische Ergebnisse.2–6,† Ihr behandelnder Arzt beurteilt anhand Ihrer individuellen Erkrankung, ob Rhenium-SCT für Sie geeignet ist. Rhenium-SCT ist indiziert zur Behandlung des Basalzellkarzinoms (Basaliom, BCC), des Plattenepithelkarzinoms (Spinaliom, SCC) und von Morbus Bowen.3
Rhenium-SCT ist in mehreren Ländern zugelassen, darunter in der Europäischen Union und in Australien.
Was Sie während der Behandlung und Heilung erwarten können
Rhenium-SCT ist eine nichtinvasive4,* Behandlungsoption für weißen Hautkrebs. Sie ermöglicht die gezielte Behandlung oberflächlicher Tumoren bei gleichzeitiger Schonung des angrenzenden gesunden Gewebes.2
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Behandlung mit Rhenium-SCT5
Markieren
Der Arzt markiert den zu behandelnden Bereich mit einem dermatologischen Stift.
Abdecken
Der zu behandelnde Bereich wird zunächst mit einer speziellen Schutzfolie abgedeckt.
Auftragen
Anschließend wird die Rhenium-188 Paste mit dem OncoBeta-Applikator auf die spezielle Folie über dem markierten Behandlungsbereich aufgetragen. Folie und Paste verbleiben bis zum Ende des Verfahrens an Ort und Stelle.
Behandlungsdauer
Das Auftragen der Rhenium-188 Paste auf den zu behandelnden Bereich dauert für den Arzt in der Regel nur 5-10 Minuten. Wahrend die Rhenium-188 Paste auf die Läsion einwirkt, sitzt oder liegt der Patient bequem – dies dauert je nach Größe und Tiefe des Behandlungsbereichs in der Regel 45-180 Minuten. Die Schutzfolie und die getrocknete Rhenium-188 Paste werden nach Ablauf der vorgesehenen Behandlungszeit entfernt.
Nachsorge
Im Allgemeinen ist keine besondere Nachsorge erforderlich. Die abgestorbenen Tumorzellen werden vom Körper nach und nach abgebaut und durch neue gesunde Zellen ersetzt. Eine Nachuntersuchung beim Dermatologen wird empfohlen.
Häufig gestellte Fragen
Finden Sie ein Rhenium-SCT-Behandlungszentrum
Wurde bei Ihnen nicht-melanozytärer Hautkrebs diagnostiziert? Rhenium-SCT ist an Standorten weltweit verfügbar. Finden Sie ein Behandlungszentrum in Ihrer Nähe.
Downloads und Ressourcen
Hier finden Sie hilfreiche Ressourcen zur Behandlung mit Rhenium-SCT, einschließlich informativer Videos über das Verfahren und was Sie erwarten können. Außerdem stellen wir detaillierte PDF-Leitfäden bereit, die den Behandlungsablauf, Nachsorgehinweise und häufig gestellte Fragen abdecken, um Ihnen ein besseres Verständnis Ihres Behandlungswegs zu ermöglichen.
Spot Detective: Sommersprosse, Muttermal oder Hautkrebs?
Initiative zur Krankheitsaufklärung: Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Hautkrebs erkennen, und über die verfügbaren Behandlungsoptionen.
Patienten-Basisinformationsblatt
Entdecken Sie, wie Rhenium-SCT® eine nicht-invasive, personalisierte Lösung für nicht-melanozytären Hautkrebs bietet.
Nachsorgebroschüre für Patienten
Umfassender Nachsorgeleitfaden für Rhenium-SCT®, der Heilungsphasen, Pflegetipps und dermatologische Nachuntersuchungen für eine optimale Genesung abdeckt.
Tina hat eine Läsion
Demonstrationsvideo
Lebensqualität
* Kein direkter Hautkontakt und keine Inzisionen.4
† Die Behandlung wurde im Allgemeinen gut vertragen. Nebenwirkungen waren größtenteils leicht bis mittelschwer. Zwölf Grad-3/4-Ereignisse traten zu früheren Zeitpunkten auf, wobei keines über 6 Monate hinaus bestehen blieb. Die häufigsten Nebenwirkungen nach 24 Monaten waren Hypopigmentierung (G1/2: 58 %/5 %), Teleangiektasie (G1: 15 %), Alopezie (G1/2: 10,4 %/0,9 %) und Induration (G1/2: 9,6 %/0,9 %). Keine behandlungsbedingten Nebenwirkungen führten zu einem Studienabbruch.6
‡ Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel 45 bis 180 Minuten; dies kann je nach Läsionsmerkmalen variieren.5
§ Keine entstellende Narbenbildung. Erhalt der Funktionalität in Hochrisikobereichen und schwer behandelbaren Arealen.7
Referenzen:
- International Agency for Research on Cancer (IARC), World Health Organization. Skin Cancer. https://www.iarc.who.int/cancer-type/skin-cancer/ (accessed April 2026).
- Cipriani C, et al. J Dermatol Treat. 2022;33(2):969–975. Epub 22 Jul 2020.
- Cardaci G, et al. Adv Radiat Oncol. 2025;10(7):101802.
- Castellucci P, et al. Eur J Nucl Med Mol Imaging. 2021;48(5):1511–1521.
- Rhenium-SCT® Instructions For Use, Quick Guide. https://www.oncobeta.com/fileadmin/user_upload/devices/02_IFU_REC_ENG_L.pdf (accessed March 2026).
- Baxi S, et al. 2026, Rhenium-SCT for non-melanoma skin cancer: Topline Results from EPIC-Skin, An International Phase IV Prospective Single Arm Multi-centre Study, Presentation at The American College Of Radiation Oncology Congress Orlando USA, 6th February 2026.
- Sedda AF, et al. Clin Exp Dermatol. 2008;33(6):745–749.
- Cipriani C, et al. In Therapeutic Nuclear Medicine. 2014. RP Baum (Ed), New York: Springer.