OncoBeta® hat die Entwicklung von Rhenium-SCT® (Skin Cancer Therapy) zur Behandlung des weißen Hautkrebses (NMSC) weiter vorangetrieben. Die Therapie nutzt das Radioisotop Rhenium-188 für eine gezielte, nicht-invasive Behandlung. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen die wissenschaftliche Evidenz durch weitere klinische Forschung und multizentrische Studien erweitert, zusätzliche regulatorische Zulassungen vorangetrieben und die Patientenaufklärung weiter ausgebaut. Gleichzeitig engagierte sich OncoBeta für eine stärkere Sensibilisierung für Hautkrebs, unter anderem im Rahmen des World Skin Cancer Awareness Month im Mai 2024.
Die zunehmende Häufigkeit von weißem Hautkrebs
Weißer Hautkrebs (NMSC), einschließlich Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC), zählt zu den häufigsten Formen von Hautkrebs. Weltweit werden jährlich mehr als 7,7 Millionen Neuerkrankungen diagnostiziert. Die Zahl der Erkrankungen nimmt unter anderem aufgrund einer alternden Bevölkerung und einer hohen UV-Belastung weiter zu. Damit wächst auch das Interesse an zusätzlichen Behandlungsoptionen, die das bestehende Therapiespektrum für Patientinnen und Patienten mit weißem Hautkrebs erweitern.
OncoBeta möchte Patientinnen und Patienten dabei unterstützen, sich über verfügbare Behandlungsmöglichkeiten zu informieren und gut vorbereitet mit ihrem behandelnden Arzt oder ihrer behandelnden Ärztin über die für sie geeigneten Optionen zu sprechen. Dazu gehören auch Informationen zu körperlichen und psychischen Herausforderungen, die mit einer Hautkrebsdiagnose einhergehen können.
Shannon D. Brown III, ehemaliger Chief Commercial Officer von OncoBeta, erklärt:
„Aufklärung ist entscheidend, um den weltweit steigenden Erkrankungszahlen an weißem Hautkrebs zu begegnen.“ Wissen über die verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten kann dazu beitragen, Unsicherheiten nach einer Diagnose zu reduzieren. Rhenium-SCT erweitert das Spektrum der verfügbaren Therapieoptionen und bietet Patientinnen und Patienten eine zusätzliche Behandlungsmöglichkeit, bei der auch der Erhalt des umliegenden gesunden Gewebes sowie das kosmetische Ergebnis berücksichtigt werden.“
Klinische Studien und regulatorische Zulassungen
OncoBeta hat die klinische Forschung zu Rhenium-SCT weiter vorangetrieben. Phase-IV-Studien und Langzeitdaten aus der Nachbeobachtung bestätigen die klinischen Ergebnisse, darunter hohe vollständige Ansprechraten, ein gut charakterisiertes Sicherheitsprofil sowie gute kosmetische Ergebnisse. Diese Daten tragen dazu bei, die Evidenz für die Sicherheit und Wirksamkeit von Rhenium-SCT bei der Behandlung von weißem Hautkrebs (NMSC) weiter zu stärken.
Rhenium-SCT ist mittlerweile in Spanien und im Vereinigten Königreich verfügbar. Zu den Behandlungszentren zählen unter anderem das Hospital Universitario 12 de Octubre und das Hospital Universitario HM Puerta del Sur in Madrid sowie The London Clinic und Skin 55 in London. Darüber hinaus wird Rhenium-SCT an weiteren europäischen Standorten angeboten, darunter in Winterthur, Bergamo, Graz und Innsbruck. OncoBeta arbeitet zudem weiterhin an den regulatorischen Voraussetzungen für die Zulassung von Rhenium-SCT durch die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA). Eine Zulassung könnte künftig den Zugang zu Rhenium-SCT für Patientinnen und Patienten in den USA ermöglichen.
Shannon D Brown III ergänzt: “Wir freuen uns sehr über die aktuellen Ergebnisse der Rostock-Studie (Tietze et al., 2023), die 6-Monats-Zwischenergebnisse der EPIC-Skin-Studie (Baxi et al., 2024) sowie die auf der EANM präsentierten 12-Monats-Daten und die Bologna-Studie. Unser Fokus liegt auf der Lebensqualität der Patienten – und wir sind sehr begeistert von der wachsenden klinischen Evidenz.”
Neue Standorte und Partnerschaften
Neben den Fortschritten in der klinischen Forschung baut OncoBeta seine internationale Präsenz weiter aus. In Europa ist Rhenium-SCT bereits an verschiedenen Standorten verfügbar. Durch die Zusammenarbeit mit Dermatologinnen und Dermatologen sowie spezialisierten Behandlungszentren unterstützt OncoBeta den Zugang zu Rhenium-SCT und den fachlichen Austausch zur Anwendung der Therapie. Ziel ist es, Rhenium-SCT für mehr Patientinnen und Patienten mit weißem Hautkrebs (NMSC) als Behandlungsoption verfügbar zu machen.
Ein weiterer Schritt für die Verfügbarkeit von Rhenium-SCT in Spanien ist die Anerkennung durch das spanische nationale Gesundheitssystem (Sistema Nacional de Salud, SNS). Darüber hinaus wurde Rhenium-SCT bei Fachveranstaltungen am Hospital Universitario 12 de Octubre und am Hospital Universitario HM Puerta del Sur vorgestellt. Im Rahmen des SMMN-Kongresses fanden an beiden Einrichtungen Live-Demonstrationen statt, bei denen dem medizinischen Fachpersonal die Anwendung und der Behandlungsablauf von Rhenium-SCT vorgestellt wurden.
Die Sydney Brachytherapy Group (SBG) behandelte als erste private Klinik in Sydney, New South Wales, einen Patienten mit Rhenium-SCT. Dr. Joseph Gracé, Leiter der Klinik, erklärte:
„Ein wesentlicher Aspekt von Rhenium-SCT ist die gezielte, lokal begrenzte Behandlung des Tumors, bei der das angrenzende gesunde Gewebe weitgehend geschont wird. Die Therapie kann insbesondere für Patientinnen und Patienten mit Tumoren an anatomisch anspruchsvollen Lokalisationen, beispielsweise am Ohr, an der Nase oder im Gesichtsbereich, sowie bei größeren Tumoren eine Behandlungsoption darstellen, wenn ein chirurgischer Eingriff mit einer aufwendigeren Rekonstruktion verbunden wäre. Rhenium-SCT bietet hier eine nichtinvasive Behandlungsmöglichkeit, für die klinische Studien gute kosmetische Ergebnisse gezeigt haben.“
Wissenschaftlicher Austausch und Zusammenarbeit
Klinische Studien und Publikationen in peer-reviewten Fachzeitschriften erweitern die wissenschaftliche Evidenz für Rhenium-SCT. Die veröffentlichten Daten belegen die klinische Wirksamkeit der Therapie und liefern weitere Erkenntnisse zu den vollständigen Ansprechraten und den langfristigen Behandlungsergebnissen.
Das Team war zudem auf verschiedenen medizinischen und wissenschaftlichen Fachkongressen vertreten, darunter ADO, DGN, BNMS, EADO, SAMN, SCMNIM und EANM. An einem der Symposien nahmen mehr als 300 Fachteilnehmende teil und verfolgten Vorträge internationaler Experten. Die Veranstaltungen ermöglichen den fachlichen Austausch über aktuelle klinische Daten und Forschungsergebnisse sowie den Dialog mit medizinischen und wissenschaftlichen Fachkreisen.
OncoBeta arbeitete zudem mit verschiedenen medizinischen Fachmedien und Organisationen in Europa zusammen. Dazu zählen Mediaplanet mit Innovations in Dermatology, die British Skin Foundation gemeinsam mit ITM-Business mit Skin: Under The Surface sowie das European Medical Journal (EMJ) mit Exploring Advances in Non-Melanoma Skin Cancer Treatment. Im Rahmen dieser Kooperationen wurden medizinischen Fachkreisen Informationen zu weißem Hautkrebs (NMSC), aktuellen Entwicklungen in der Behandlung sowie zu Rhenium-SCT zur Verfügung gestellt.
Shannon D. Brown III ergänzt:
„Der Schwerpunkt von OncoBeta lag in diesem Jahr auf der Mitwirkung an Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie auf der Zusammenarbeit mit medizinischen und wissenschaftlichen Fachkreisen. Die dabei erzielten Fortschritte und die wachsende klinische Evidenz bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung von Rhenium-SCT. Gleichzeitig arbeiten wir daran, die Verfügbarkeit der Therapie weiter auszubauen. Angesichts des weiterhin bestehenden Bedarfs an zusätzlichen Behandlungsoptionen möchten wir dazu beitragen, Patientinnen und Patienten mit weißem Hautkrebs weitere therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen.“