Was ist die Rhenium-SCT®?


Die Abkürzung SCT steht für „Skin Cancer Therapy“ – auf Deutsch „Hautkrebstherapie“.
Rhenium-SCT® bedeutet Behandlung des Hautkrebses durch die Nutzung von Rhenium-188.

Die Rhenium-SCT® ist eine nicht-invasive, schmerzfreie Therapie, die sogar bei schwierig zu behandelnden Fällen unvergleichbare ästhetische Ergebnisse erzielt. Bei der Rhenium-SCT® wird das Radioisotop Rhenium-188 hautnah aufgetragen und ist mit seinen Eigenschaften optimal zur Behandlung des hellen (weißen) Hautkrebses geeignet. Durch die speziell entwickelten Geräte und das Zubehör für die Durchführung der Therapie kommt das Rhenium-188 nie in direkten Kontakt mit der Haut des Patienten.

In den meisten Fällen kann der helle Hautkrebs (Basalzell- und Plattenepithelzellkarzinom) durch die Rhenium-SCT® in nur einer Therapiesitzung behandelt werden. Die narbenfreie Heilung und die Regeration der Haut findet normalerweise innerhalb einiger Wochen statt.

Die Rhenium-SCT® wird durch die deutsche Firma OncoBeta® vermarktet und wird für gewöhnlich von Nuklearmedizinern oder einer ähnlichen medizinischen Fachrichtung angewendet.

 
 
Informationsmaterial für Patienten

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Wo kann ich mit der Rhenium-SCT® behandelt werden?

Kontaktieren Sie uns, um mehr Informationen zu erhalten oder, um das nächste Rhenium-SCT® Behandlungszentrum zu finden.

Email: Info@oncobeta.com
Telefon: +49 (89) 54842240


Was ist Rhenium-188?


Rhenium-188 ist ein Isotop, das kontinuierlich zerfällt und dabei Betastrahlung abgibt.

Die therapeutische Reichweite der Betastrahlung von Rhenium-188 im Gewebe beträgt nur ca. 3 mm (siehe Bild: Querschnitt der Haut). Daher eignet sich das Rhenium-188 hervorragend zur gezielten, lokalen Behandlung von oberflächlichen Hautkrebsarten, wie etwa dem hellen Hautkrebs.

Ziel der Rhenium-SCT® ist es, ohne Operation, in einem schmerzfreien Verfahren das Tumorgewebe lokal und gezielt abzutöten.

Die medizinische Wirkung der Rhenium-SCT®, auch epidermalen Radioisotopen-Therapie genannt, basiert dabei auf der direkten zellzerstörenden Wirkung der Betastrahlung, welche sowohl den lokalen Zelltod, als auch Reaktionen des körpereigenen Abwehrsystems auslösen.

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Abbildung 1: Querschnitt der Haut


Wie funktioniert die Rhenium-SCT®?


Das Rhenium-188 ist an eine flüssige Matrix (Compound) gebunden, sodass es präzise über dem Tumor aufgetragen werden kann.

Das Rhenium-188 Compound ist in sogenannten Carpoulen abgefüllt (Abbildung 2), die mit einem speziell angefertigten Pinsel ausgestattet sind und so eine passgenaue Auftragung ermöglichen.

Die Carpoulen werden in den Rhenium-SCT® Applikator (Abbildung 3) geladen, wodurch eine sichere und effiziente Handhabung gewährleistet wird.

Die Läsion bzw. der zu behandelnde Bereich wird vor der Therapie mit einer speziellen Schutzfolie bedeckt.

Während der Rhenium-SCT® trägt der Arzt die exakt benötigte Menge des Rhenium-188 Compounds mithilfe der speziell dafür entwickelten mechanischen Kontrollvorrichtung auf die Folie über dem Behandlungsbereich auf. Auf diese Weise wird der Compound gleichmäßig und präzise auf der Läsion verteilt.

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Abbildung 2: Rhenium-SCT® Carpoulen

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Abbildung 3: Rhenium-SCT® Applikator


Die Schritte der Rhenium-SCT®


Schritt 1:
Der Dermatologe oder Hautkrebsspezialist markiert den Hautbereich, der mit der Rhenium-SCT® behandelt werden soll, mithilfe eines dermatologischen Stiftes.
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Abbildung 4: Fläche: Größe der Läsion plus ein Sicherheitsrand von 5mm


Schritt 2:

Die Behandlungsfläche wird zuerst mit einer speziellen, dünnen Schutzfolie bedeckt.

Danach wird das Rhenium-188 Compound auf die Schutzfolie über dem Behandlungsbereich mithilfe des Rhenium-SCT® Applikators aufgetragen. Die Folie mitsamt des Compounds verbleibt so lange auf der Läsion bis die Behandlungszeit vorbei ist.

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Abbildung 5: Behandlungszeit: ungefähr 45-180 Minuten (abhängig von der aufgetragenen Aktivität, Größe und Tiefe der Läsion)


Schritt 3:

Nachdem der Compound auf die Behandlungsfläche aufgetragen wurde, dauert die Behandlung ungefähr 45 bis 180 Minuten. Während der Rhenium-188 Compound auf die Läsion einwirkt, sitzt oder liegt der Patient bequem. Nach Ablauf der Behandlungszeit wird die Schutzfolie mitsamt des ausgetrockneten Rhenium-188 Compound entfernt.

after

Abbildung 6: In den meisten Fällen wird nur eine einmalige Behandlung benötigt. Die Wundheilung dauert ungefähr 30 bis 180 Tage.


Schritt 4:

Nachsorge: Für gewöhnlich wird keine besondere Nachsorge benötigt. Die toten Tumorzellen werden vom Körper abgestoßen und durch neue gesunde Zellen ersetzt.

 

Erfahrungen mit der epidermalen Radioisotopen-Therapie


• Anzahl behandelter Läsionen > 1300 (2003 – 2017, > 460 Patienten)
• Eine Behandlung, ausreichend für eine komplette Remission > 85% aller Fälle
• Anzahl benötigter Behandlungen bis zu einer kompletten Remission 1–3
• Bislang maximaler, behandelter Läsionsbereich 150 cm²
• Nebenwirkungen bisher keine beobachtet
• Bislang maximale Anzahl von gleichzeitig behandelten Läsionen 27
• Bislang ältester Patient 105 Jahre
 

Anzahl behandelter Läsionen > 1300 (2003 – 2017, > 460 Patienten)
Eine Behandlung, ausreichend für eine komplette Remission > 85% aller Fälle
Anzahl benötigter Behandlungen bis zu einer kompletten Remission 1–3
Bislang maximaler, behandelter Läsionsbereich 150 cm²
Nebenwirkungen bisher keine beobachtet
Bislang maximale Anzahl von gleichzeitig behandelten Läsionen 27
Bislang ältester Patient 105 Jahre
 

Behandelte Körperregionen


Source: Prof. Cesidio Cipriani, Ospedale St. Euginio, Rome/Istituto AlGa, Celano (Italy)


Abbildung 7: Mit der epidermalen Radioisotopen-Therapie können helle Hautkrebsläsionen am gesamten Körper behandelt werden und sie eignet sich hervorragend zur Behandlung von Regionen, die als schwierig zu behandeln gelten, wie z.B. Regionen im Gesicht.


Studien-Ergebnisse aus dem St. Eugenio Ospedale, Rom (Italien)

 

Ergebnisse nach 12-78 Monaten Follow-up

 

Abbildung 8: Nahezu alle mit der epidermalen Radioisotopen-Therapie behandelte Patienten (98,5%; 345 von 350 Patienten) konnten eine anhaltende Remission* der behandelten Läsionen erreichen.

*Remission = vorübergehendes oder dauerhaftes Nachlassen von Krankheitssymptomen

Behandlungshäufigkeit bis zum Erreichen einer offensichtlichen klinischen Remission

Abbildung 9: Für eine große Mehrheit der Patienten (89%; 312 von 350 Patienten) erfordert die epidermale Radioisotopen-Therapie nur eine einmalige Sitzung.

Quelle: Cipriani, C., and Sedda, A. F.. „Epidermal Radionuclide Therapy – Dermatological High-Dose-Rate Brachytherapy for the Treatment of Basal and Squamous Cell Carcinoma.“ In Therapeutic Nuclear Medicine, edited by Baum, R. P. New York: Springer, 2014. ISBN 978-3-540-36719-2

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